Jahrgangsübergreifender Unterricht in der Eingangsstufe

Warum?

  • Kinder kommen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Lernvoraussetzungen in die Schule.
  • Der Schulstart ist orientiert an den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Kindes.

Wie wird gemeinsam gelernt?

  • Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit ihre Rolle in der Gruppe mehrmals zu wechseln. Zuerst sind sie die „Kleinen“, die Fragenden, Hilfe Annehmenden, schon bald werden sie zu den Beratern, zu den Hilfe Anbietenden. So schulen sie ihre Fähigkeit zum mehrperspektivischen Denken und überprüfen immer wieder ihren Kenntnisstand.
  • Schnellere Kinder sollen schnell lernen dürfen, langsame bekommen mehr Zeit, so werden alle Schüler entsprechend ihren Möglichkeiten gefördert und gefordert.
  • Für die Schüler werden individuelle Ziele aufgestellt, Lernfortschritte können  genau beobachtet und begleitet werden.
  • Der Schüler wird im Klassenverband als auch in Einzelsituationen erlebt, denn
  • ohne den gemeinsamen Unterricht aufzugeben, wird individualisiert und differenziert. Einzelarbeit, Partnerarbeit, Klassenunterricht, Gruppenaktivitäten, freie Arbeit, Projekte, Lernen durch Spielen wechseln sich ab. So kann z.B. eine Gruppe guter Leser oder guter Rechner gebildet werden, in der Erst- und Zweitklässler gemeinsam lernen. Entsprechendes gilt für schwächere Schüler.

Was ist das Besondere?

  • Die Schulanfänger treffen auf eine vorbereitete Lernumgebung. Sie lernen von Schülerinnen und Schülern die schon im 2. oder 3. Schuljahr in der Schule sind Regeln, Rituale, Abläufe und Organisatorisches.
  • Gegenseitiges Unterstützen und Helfen wird zur Selbstverständlichkeit. Das Partnersystem und das gegenseitige Helfen führt zu einer lernförderlichen Atmosphäre.
  • Die Kinder entwickeln Rücksichtnahme und gegenseitigen Respekt den Stärken und Schwächen anderer gegenüber, das Sozialverhalten kann sich positiv entfalten.

Wie lange verweilen die Schüler und Schülerinnen in der Eingangsstufe?

Besonders leistungsstarke Kinder können mit anderen Mitschülern aus der Gruppe schon nach einem Jahr in die Jahrgangsstufe 3 wechseln, andere Kinder festigen in einem weiteren Jahr die Lerninhalte in ihrer vertrauten Lerngruppe. Der Unterricht bietet den Schülern eine entspannte Möglichkeit der flexiblen Verweildauer. (Zwischen einem und drei Jahren, je nachdem, wie lange die Schülerinnen und Schüler brauchen, um die Ziele der 2. Klasse zu erreichen.)